Biotopverbundachsen im Fokus der diesjährigen Hochrheinkonferenz

An der Hochrheinkonferenz in Rheinfelden (Baden) tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland und der Schweiz über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Hochrhein aus. Im Mittelpunkt standen Biotopverbundachsen und die Frage, wie Infrastrukturprojekte und der Schutz von Lebens-räumen noch besser miteinander verbunden werden können.

Im Rathaus Rheinfelden (Baden) fand am 15. Oktober 2026 die diesjährige Hochrheinkonferenz statt. Ziel war der Austausch über aktuelle Projekte und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Konferenz wurde organisiert vom Raumkonzept Hochrhein, dem grenzüberschreitenden Netzwerk aus Gemeinden, Städten und regionalen Organisationen entlang des Hochrheins.

Nach der Begrüssung durch Claudia Rohrer (Stadtpräsidentin Rheinfelden, CH) und Gastgeber Klaus Eberhardt (Oberbürgermeister Rheinfelden, Baden) erfolgte ein Rückblick auf die erste Hochrheinkonferenz und das vergangene Jahr. Dabei wurde deutlich, dass bedeutende Fortschritte in den verkehrlichen Massnahmen erzielt werden konnten, wie beispielsweise beim laufenden Projekt Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn. Im gleichen Zuge präsentierten Lothar Probst (Landkreis Waldshut) und Ulrich Hoehler (Landkreis Lörrach) den Umsetzungsstand konkreter Projekte, die aus dem Raumkonzept entstanden sind. Unter diesen grenzüberschreitenden Projekten befinden sich das flächendeckende Bike-Sharing-Angebot, die Buslinien, welche die Schienenstrecken auf beiden Seiten des Rheins vernetzen und das «Sisslerfeld» erschliessen, sowie das Buslinienbündel Hochrhein mit dem Stadtverkehr Rheinfelden.

Inputs zum Biotopverbund und Thesenpapier zur grenzüberschreitenden Vernetzung

Den Schwerpunkt der diesjährigen Hochrheinkonferenz bildete das Thema Biotopverbundachsen. Nach einer Einführung in das Thema präsentierten Fachpersonen aus Deutschland und der Schweiz konkrete Beispiele zur Biotopvernetzung im Umfeld von Strassen-, Bahn- und Infrastrukturprojekten. So präsentierte ein Vertreter der DB InfraGO die Biotopvernetzungsmassnahmen an der Hochrheinbahn. Daraufhin stellten das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und der Kanton Aargau das gemeinsame Projekt zur Grünbrücke in Zeiningen vor. Im nächs-ten Teil erläuterte eine Vertreterin der Deutschen Einheit Fernstrassenplanungs- und Bau GmbH (DEGES) das Vernetzungskonzept zum geplanten Verlauf der vierstreifigen Hochrheinautobahn A98. Zum Abschluss dieses Blocks präsentierte das Bundesamt für Verkehr (BAV) das neu erarbeitete Rahmenkonzept «Durchlässige Bahntrassen für die Fauna» und stellte dieses in den Kontext des Hochrheins.

Im letzten Teil der Veranstaltung wurde ein Thesenpapier zur grenzüberschreitenden Biotopvernetzung präsen-tiert, welches in einem Workshop von Fachpersonen gemeinsam erarbeitet wurde. Es zeigt die wichtigsten Handlungsfelder im Hochrhein auf und beschreibt mögliche Lösungsansätze und Vorgehensweisen. In der an-schliessenden Saaldiskussion wurden Herausforderungen und Chancen einer besseren Vernetzung von Lebens-räumen entlang des Hochrheins diskutiert. Ziel dieses Blocks war es, die Beteiligten beiderseits der Grenze miteinander ins Gespräch zu bringen, einen gemeinsamen Überblick zu schaffen und die grenzüberschreiten-den Handlungsfelder für die zukünftige Zusammenarbeit zu bearbeiten.

Raumkonzept Hochrhein: Gemeinsame Entwicklung einer grenzüberschreitenden Region

Der Verein Agglo Basel und 24 Städte und Gemeinden auf beiden Seiten des Hochrheins haben gemeinsam das Raumkonzept Hochrhein entwickelt. Es verfolgt das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden anzuregen, die Region als attraktiven Lebensraum weiterzuentwickeln und ermöglicht das Denken in grösseren Räumen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Region langfristig entwickeln soll. Die Hochrheinkonferenz setzt einen Aspekt daraus um. Mehr Informationen zum Raumkonzept Hochrhein sowie die Präsentation der Hochrheinkonferenz sind auf der Website zu finden: www.raumkonzept-hochrhein.org.

Die Hochrheinkonferenz dient als Plattform für den Austausch zu grenzüberschreitenden Herausforderungen und Projekten entlang des Hochrheins. Sie wird jährlich durchgeführt. Die nächste Hochrheinkonferenz findet am 20.10.2027 in Rheinfelden (Schweiz) statt.


Zentrale Kontaktstelle der Organisation für die Presse: tobias.burkard@agglobasel.org, +41 61 926 90 54

Die Hochrheinkommission

Die Hochrheinkommission (HRK) ist eine partnerschaftliche Einrichtung zur Pflege der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Hochrhein. Partner der HRK sind die Kantone Aargau und Schaffhausen, das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Lörrach und Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee und die Planungsverbände Fricktal Regio und Zurzibiet.

Weiterführende Infos:

www.hochrhein.org

Kontakt:

Hochrheinkommission, Geschäftsstelle

Jasmin Rauhaus-Höpfer

Amthausstraße 1, D-79761 Waldshut-Tiengen

Tel.: +49 (0) 7751 91 87 7 82

jasmin.rauhaus-hoepfer@hochrhein.org