Schaffhausen, 11. Juni 2026 – Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft beiderseits der Grenze folgten der Einladung der Hochrheinkommission (HRK) zum diesjährigen Sommerempfang. Dieser fand in besonderer Atmosphäre an Bord eines Schiffes statt.
Wenn ein Schiff auf dem Hochrhein zum Begegnungsraum wird, entsteht etwas, das man nicht planen kann: echte Nähe, ehrliche Gespräche und ein Gefühl von gemeinsamer Verantwortung für unsere Region. Genau das durften wir am 11. Juni erleben, als rund 60 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unserer Einladung nach Schaffhausen folgten.
Die Presseberichte aus den Schaffhauser Nachrichten und dem Südkurier haben es bereits angedeutet – und wir haben es an Bord gespürt: Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Hochrhein ist lebendig, vertrauensvoll und voller Zukunftsenergie.
Ein besonderer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion, die inhaltlich tiefer ging, als es ein klassischer Empfang erwarten lässt. Auf dem Podium diskutierten:
Markus Potzel, Deutscher Botschafter in der Schweiz
Sonja Hürlimann, Botschafterin und Chefin Länderbeziehungen Europa im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
Carsten Gabbert, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Freiburg
Patrick Strasser, Regierungsrat und Präsident der Hochrheinkommission
Gemeinsam sprachen sie über die Chancen und Herausforderungen der deutsch‑schweizerischen Zusammenarbeit – und darüber, warum gerade die Grenzregionen heute so wichtige Impulsgeber sind.
Markus Potzel erinnerte daran, wie komplex unsere Welt geworden ist – und wie wertvoll die „feinen seismographischen Schwingungen“ der Lokalpolitik sind, die er als Diplomat nach Berlin und Brüssel trägt. Sonja Hürlimann betonte die Bedeutung stabiler, verlässlicher Beziehungen zwischen den Ländern – und wie sehr die Grenzregionen davon profitieren, wenn man pragmatisch und lösungsorientiert zusammenarbeitet. Carsten Gabbert zeichnete das Bild einer Grenze, die längst mehr verbindet als trennt – ein Raum, in dem Vertrauen und Alltagspraxis stärker sind als formale Linien auf der Karte. Und Patrick Strasser zeigte mit dem Beispiel der ersten Schweizer Sirene in der deutschen Enklave Büsingen, wie konkret und alltagsnah grenzüberschreitende Zusammenarbeit wirken kann.
Für uns war es besonders schön zu sehen, wie viele gute Gespräche entstanden sind. Wie sich Menschen vernetzt haben, die sich vorher nicht kannten. Wie Ideen geboren wurden, die vielleicht schon bald zu neuen Projekten werden.
Ein Thema, das an diesem Abend ebenfalls mitschwang: Unser geplanter Interreg‑Kleinprojektefonds, den wir gemeinsam mit Interreg Alpenrhein‑Bodensee‑Hochrhein (ABH) ab 2027 starten möchten. Im November 2026 werden wir dazu ausführlich informieren. Schon jetzt ist spürbar, wie groß das Interesse an einem Fonds ist, der unkompliziert, nah an den Menschen und direkt in der Region wirkt.
Der Sommerempfang hat uns bestärkt: Die Region Hochrhein hat Lust auf Zukunft – und wir gestalten sie gemeinsam, über Grenzen hinweg. Es war ein Abend, der lange nachwirkt.
In der Berichterstattung erfahren Sie weitere Details:
Schaffhauser Nachrichten: Hochrheinkommission: Zusammenarbeit über Grenzen hinweg
Kanton Schaffhausen: Sommerempfang der HRK: Grenzüberschreitende Vernetzung auf dem Rhein
Die Hochrheinkommission
Die Hochrheinkommission (HRK) ist eine partnerschaftliche Einrichtung zur Pflege der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Hochrhein. Partner der HRK sind die Kantone Aargau und Schaffhausen, das Land Baden-Württemberg, die Landkreise Lörrach und Waldshut, der Regionalverband Hochrhein-Bodensee und die Planungsverbände Fricktal Regio und Zurzibiet.
Weiterführende Infos:
Kontakt:
Hochrheinkommission, Geschäftsstelle
Jasmin Rauhaus-Höpfer
Amthausstraße 1, D-79761 Waldshut-Tiengen
Tel.: +49 (0) 7751 91 87 7 82